HÜRNER Schweißtechnik unterstützt SOS-Kinderdörfer in Algerien

In dieser geteilten Stadt leben viele Menschen unter prekären Bedingungen

Zurzeit gibt es in Algerien ein SOS-Kinderdorf, eine SOS-Jugendeinrichtung, einen SOS-Kindergarten und vier SOS-Sozialzentren. Algerien ist als Brücke zwischen Kontinentaleuropa und Afrika bekannt. Trotz der Entdeckung großer Öl- und Gasreserven leben viele Menschen in Algerien in großer Armut. In Algier kämpfen Tausende von Straßenkindern ohne jegliche familiäre Fürsorge ums Überleben. SOS-Kinderdorf setzt sich für den Schutz und die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen des Landes ein.

SOS-Kinderdorf in Algerien

 

Nach einem schweren Erdbeben im Oktober 1980 beschloss SOS-Kinderdorf, in Algerien tätig zu werden. Das erste SOS-Kinderdorf wurde 1981 im Zentrum der Landeshauptstadt Algier eröffnet.

Ein SOS-Nothilfeprogramm musste im Mai 2003 nach einem weiteren massiven Erdbeben an der Nordküste des Landes ins Leben gerufen werden. Tausende Häuser wurden durch die Katastrophe zerstört. SOS-Kinderdorf half bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Hygieneprodukten, Schlafsäcken und anderen Hilfsgütern, mit denen die Opfer des Erdbebens versorgt werden mussten.

Im Jahr 2005 wurde ein SOS-Familienstärkungsprogramm ins Leben gerufen, um vom Verlust der elterlichen Fürsorge bedrohten Kindern das Aufwachsen in einer liebevollen familiären Umgebung zu ermöglichen.

Derzeit unterstützt die Organisation Kinder und Jugendliche in Algerien durch Kindertagesstätten und medizinische Zentren. Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht länger bei ihren Familien bleiben können, finden liebevolle Aufnahme in einer familiennahen Umgebung, der SOS-Kinderdorf-Familie.

Auf dem Heimweg vom Kindergarten
Sommerferien im SOS-Kinderdorf in Draria

Die Lage der Kinder in Algerien

 

In Algerien leben ca. 550 000 Waisenkinder, die ein oder beide Elternteile verloren haben. Der Großteil dieser Kinder wächst ohne elterliche Fürsorge und Schutz oder in zerrütteten familiären Strukturen auf. Soziale Ausgrenzung, Armut und der Mangel an familiärer Unterstützung treiben Tausende von Kindern in die Hände krimineller Banden. Waisenkinder sind besonders stark von Ausbeutung jeglicher Art bedroht.

Nach Angaben von Berichten ist der Kindesmissbrauch in Algerien nach wie vor ein weit verbreitetes Problem. Viele Fälle werden nicht gemeldet, und die gegen Kindesmissbrauch verabschiedeten Gesetze haben bislang nur in sehr wenigen Fällen zu einer strafrechtlichen Verfolgung geführt.

Der Schulbesuch ist in Algerien im Allgemeinen unentgeltlich, und die offizielle Schulpflicht gilt für alle Kinder bis zu 16 Jahren.

 

Die hohe Arbeitslosenrate und eine relativ hohe Schulabbrecherquote der Kinder und Jugendlichen in den Sekundärschulen Algeriens zählen zu den Gründen für die hohe Jugendkriminalität. Die meisten Kinder, die Zwangsarbeit verrichten, gehen nicht zur Schule und erhalten daher keine Grundausbildung.

Ein Leben als Straßenkind in Algerien bedeutet ein Leben am Rande des Todes. Gewalt, Hunger und Drogenmissbrauch prägen die tägliche Realität dieser Kinder.

Die Säuglingssterblichkeitsrate wurde im Laufe des letzten Jahrzehnts deutlich gesenkt. Mit 29 aus 1000 Lebendgeburten ist diese Zahl dennoch ca. sieben Mal so hoch wie in Österreich. Sechs Prozent der algerischen Kinder sind bei der Geburt untergewichtig.

 

 

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